Wir fahren ins Schlaraffenland der Phantasie - Dölsacher Dorfgeschichten von A – Z

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Die Öffentliche Bücherei der Pfarre und Gemeinde Dölsach hat als Kultureinrichtung im Dezember 2013 bei „culture connected“ ihr Projekt, eine Schreib- und Theaterwerkstatt mit der 4. Klasse der Volksschule Dölsach, eingereicht.

Es gab den Zuschlag und dann ging es los: In der Schreibwerkstatt dichteten die 24 Schülerinnen und Schüler, radierten aus, strichen durch und begannen wieder von vorn. VOL Daniela Kuenz und Aloisia Mair, Leiterin der Öffentlichen Bibliothek Dölsach, betreuten den Fortgang der Geschichten.

Da fuhr auf einmal ein Bus, voll mit Kindern, im Traum vor und es regnete Süßigkeiten. Da kämpften Ritter miteinander und ein Zwerg erlebte einen besonderen Tag. Dass dabei die Sprache zu Wort kam, dafür sorgte Joana Dorer, Schülerin der 4A: Sie erfand den Ogar, ein Wesen mit besonders verrückten Ideen und einer eigenen Sprache.

Am 22. Mai führten die Schülerinnen und Schüler ihre Texte auf, unterstützt von ihrer Lehrerin, Aloisia Mair und in besonderer Weise von Karin Nagele: Die Geschichten waren zu Szenen, zu Mini-Theaterstücken geworden, Witz, Originalität und Spontaneität führten Regie.

Alle 24 Texte fanden Eingang in die Vorführung, die Eltern, Lehrerinnen und Lehrer ebenso begeisterten wie die HauptdarstellerInnen: Das Spiel mit der Sprache stand im Zentrum, die Ogar-Sprache wurde korrekt übersetzt, der Humor lachte sich ins Fäustchen und Aloisia Mair zeigte, was in einer Büchereileiterin und Bibliothekarin so alles steckt.


Aloisia Mair, Leiterin Öffentliche Bücherei Dölsach bei ihrem poetry slam.
Foto: Christina Repolust

 

Ihr poetry-slam fasste diese einzigartige Entwicklung – Geschichten aus Kinderköpfen kommen über das Schreiben aufs Papier, von dort zurück in die Köpfe und von dort wieder zurück, diesmal auf die Bühne – dieses Erfolgsprojektes. Alles begann also damit, dass eine Frau eine Idee hatte, Partner fand, eine Einreichung schrieb, die Kinder und manchmal auch die Erwachsenen bei Laune hielt, um dann zu zeigen: Kinder wachsen, wenn wir ihnen etwas zutrauen und ihrem Können vertrauen.

24 Dölsacher Dorfgeschichten von A – Z sind in der Publikation nachzulesen und nachzusehen: Grenzenlose Phantasie leuchtet aus Bildern und Texten, Abenteuer am Fußballplatz, im Wald und auf Reisen wurden wiedergegeben und inszeniert.

Marcel Müller strahlte an diesem Abend, als er in seinem roten Umhang über die Bühne gezogen wurde: Alle kamen zu Wort, zeigten ihr Können, ihre Toleranz und ihre Kollegialität. Es war wie in Marcels Geschichte eine Traumreise ins Wunderland, begonnen in der Bibliothek, dann weiter in die 4-A-Klasse führend und noch lange nicht endend.


Schatz-Kisten-Überreichung beim Abschluss Dölsacher Dorfgeschichten.
Foto: Christina Repolust

 

Es wird weitergehen, in den Köpfen der Kinder und der Erwachsenen: Das ist es ja, was Literatur kann, eine Möglichkeitswelt neben die reale Welt stellen, Grenzen öffnen und das Unerreichbare greifbar machen.

 

Christina Repolust, 26-05-2014
bearbeitet: Andreas Markt-Huter, 26-05-2014

 

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