Bücher | Medien nach Erscheinungsdatum

Christine Henkel, Mein erstes Wimmelbuch – Jahreszeiten

„April – Die Vögel bauen ihre Nester und beginnen zu brüten. Auch die Zugvögel sind jetzt alle wieder da. Schmetterlinge und Bienen erwachen und der Löwenzahn blüht.“

Die Natur bietet im Laufe der Jahreszeiten ein buntes Spektakel in der Tier und Pflanzenwelt. Während ein Teil der Vögel in den Süden zieht und ein anderer Teil der Tiere sich in den Winterschlaft oder zur Winterruhe begeben, versuchen die restlichen Tiere die kalte Jahreszeit durch ihr angepasstes Verhalten zu überdauern. Aber die Jahreszeiten schreiten voran und werden zunehmend wärmer.

Klaus Rinner: Steger – Verwerfungen und scheues Glück

Ein Held, der von vorneherein als Medium angelegt ist, kann sich in punkto Wahrheit so gut wie alles leisten und ist der ideale Mittler zwischen Autor und Publikum.

Klaus Rinner führt seinen Steger-Kosmos, den er vor acht Jahren als „Herzensverdruss“ ausgelegt hat, mit dem Aktenvermerk „Verwerfungen und scheues Glück“ fort. Doktor Steger ist Rechtsanwalt, der aus seiner juristischen Haut nicht hinauskann, weshalb er sich die Welt juristisch deutbar zurechtlegt. Das funktioniert in den meisten Geschäftsfeldern der Gesellschaft, weil es schließlich zu jedem Thema Gesetze, Auslegungen und Gerichtsurteile gibt.

Anne Fine, Die Rückkehr der Killerkatze

„Es ist uns Katzen einfach nicht bestimmt, wie Hunde herumzusitzen und aufs Wort zu gehorchen. Wir starren euch nicht in die Augen und fragen uns dabei, ob vielleicht irgendwo ein Hausschuh liegt, den wir für euch holen können. Wir Katzen leben unser eigenes Leben.“ (9f)

Kuschels Familie fährt in den Urlaub und lässt die Katze für eine Woche lang zurück. Kuschel freut sich schon die ganze Woche allein zu sein und endlich alles machen zu dürfen, was sonst verboten ist und nicht ständig von Ellie und ihrer nervigen Freundin Melanie geherzt und gestreichelt zu werden. Dass sie jedoch die Woche beim Pfarrer wohnen soll, damit sie nun wirklich nicht gerechnet.

Tobia Moroder (Hg.), Die Dolomitenladiner

Es gibt so geheimnisvolle Landschaften, die man eher mit einem Märchen- oder Sagenreich verbindet als mit einem Staat. Und wenn aus einer Gegend ständig hervorragende Musiker, Maler, Schnitzer und Sprachkünstler kommen, dann wird jeder neugierig.

Tobia Moroder behandelt in seinem Kulturführer die Dolomitenladiner augenzwinkernd wie ein großes Volk. Auch bei den Ladinern tauchen Römer, Germanen und andere Völker auf, auch über die Ladiner wird immer wieder ein Netz geographischer Vermessung gelegt, und die daraus gezogenen Grenzen entsprechen nicht immer der Logik. Aber vielleicht macht gerade die Tatsache, dass die ladinische Kultur auf fünf Täler und drei Provinzen verteilt ist, die Dolomitenladiner so selbstbewusst und stark.

James Frey, Endgame. Die Entscheidung

„Aucapoma Huayana hat gesagt, dass die Cahokianer damals gemerkt haben, dass die Schöpfer sterblich sind. Sie hatten einfach nur mehr Wissen und Technologie als die Menschen. Sie hat gesagt, dass euer Geschlecht mit einer alten Schöpfer-Waffe gegen die Außerirdischen gekämpft hat.“ (66)

Zwölf auserwählte Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren werden als Vertreter ihres Geschlechts von einem Außerirdischen Namens kepler 22b zu einem Spiel auf Leben und Tod gerufen. Nur wem es gelingt, in den Besitz des Erdschlüssels, Himmelsschlüssels und Sonnenschlüssels zu kommen, kann sein eigenes Geschlecht vor dem drohenden Weltuntergang durch den Abbadon genannten Meteoriten retten.

Ulrich Schneider, Kein Wohlstand für alle!?

„Niemand, der mit offenen Augen durch die Lande geht, wird abstreiten können, dass Deutschland gerade dabei ist, sich selbst zu zerlegen. Der Glaube an den wenigstens bescheidenen Wohlstand für alle, der unsere Republik so lange zusammengehalten hat, ist zunehmend passé.“ (9)

Die von Ulrich Schneider geschilderten Zustände in Deutschland werden als Symptom eines hemmungslos auftretenden Neoliberalismus geschildert, der in mehr oder weniger abgeschwächter Form auch die meisten Länder Europas erfasst hat und seit zwei Jahrzehnten die soziale Schere zwischen Arm und Reich immer größer werden lässt. Das Buch zeigt auf, wie die zunehmende ökonomische Ungleichheit innerhalb der Gesellschaft entstehen konnte und was kann nun dagegen unternommen soll?

Marcin Szczygielski, Hinter der blauen Tür

„Immer wieder muss an diesen Tag denken, obwohl er schon über ein Jahr zurückliegt. Aber irgendwie ist es auch klar – schließlich ist damals mein ganzes Leben über den Haufen geworfen worden. Ich war gerade mal elf Jahre alt und konnte viele Dinge noch nicht so gut verstehen.“ (7)

Lukasz Borski und seine Mutter leben allein in Warschau. Seinen Vater hat er nie kennengelernt und seine Mutter wehrt alle seine Fragen nach ihm vehement ab. Auf ihrer Fahrt in den Urlaub kommt es zu einem folgenschweren Unfall, als ein entgegenkommendes Auto auf ihre Fahrbahn kommt. Lukasz wird schwer am Bein verletzt, während seine Mutter im Koma liegt und mit ihrem Leben kämpft. Die Wohnung muss verkauft werden und Lukasz von einem Tag auf den anderen bei seiner Tante Agata wohnen, von der er bis zu diesem Augenblick noch nie etwas gehört hat.

Richard Wall, Achill

Ein heroischer Titel, Bilder von der unterirdischen Gewalt einer Kontinental-Drift, Gedichte ausgerichtet wie ein Flügelaltar, ein Nobelpreisträger auf den kargen Boden irdischer Lebenserfahrung zurückgeholt - so fühlt sich ein Gesamtkunstwerk aus den Händen von Richard Wall und Martin Anibas an.

Richard Wall ist der Meister des Randes, der Peripherie, des Endes einer urbanen Welt. So beobachtet und beschützt er seit Jahrzehnten die Westküste Irlands, bringt dabei die Urelemente einer wütenden Küste als Bilder und Gedichte zurück und beobachtet das Vordringen der sogenannten Zivilisation bis in die letzte Ritze der Küste hinein.

Steve Smallman Ein Zebra als Ehrengast

„»Schau mal, Elefant!«, ruft Zebra. »Ich habe eine Einladung vom König bekommen!« An das klügste und wunderschönste Tier der Savanne. Bitte sei heute Abend der Ehrengast bei meinem Festmahl. Von seiner Königlichen Hoheit Löwe.“ (4)

Zebra fühlt sich geschmeichelt und ist unglaublich stolz darauf, vom König persönlich als Ehrengast eingeladen worden zu sein. Elefant erschrickt und rät Zebra dringen davon ab zum Löwen zu gehen. Aber Zebra weist den Rat, der nur von Neid geleitet sein kann, energisch zurück.

David Vann, Aquarium

Wer einmal länger in ein Aquarium geschaut hat, kann sich durchaus vorstellen, dass eigentlich die Fische die Beobachter sind, die sich an den kiemenlosen Gaffern köstlich amüsieren.

David Vann erzählt von einer Familie, die letztlich zu moralischen Schauzwecken in der Gesellschaft aufgestellt worden ist wie fast alle Familien dieser Welt. Die Protagonisten schwimmen wie Fische um einander herum, belauern sich und versuchen, sich gegenseitig das überlebensnotwendige Wasser abzugraben.

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